Psychische Gesundheit in Hamburg: Warum Gespräche zählen

Psychische Gesundheit stärken: Mentoring in Hamburg | Marlow D. Guttmann

Woche der Seelischen Gesundheit 2026 · Hamburg · Mentoring & persönliche Entwicklung

Psychische Gesundheit stärken: Warum Gespräche, Vertrauen und Mentoring wichtig sind

Wir sprechen viel über Erfolg, Leistung und persönliche Entwicklung. Darüber, wie wir beruflich vorankommen, unsere Ziele erreichen und unser Potenzial entfalten. Aber sprechen wir eigentlich genauso häufig darüber, wie es uns dabei wirklich geht?

Ich glaube, dass wir diese Frage viel zu selten stellen. Gerade in einer Gesellschaft, in der Veränderungen immer schneller stattfinden, Erwartungen steigen und wir versuchen, den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht zu werden. Hinter jeder Leistung stehen Menschen mit Sorgen, Unsicherheiten, Hoffnungen und Herausforderungen, die wir ihnen häufig nicht ansehen.

Psychische Gesundheit ist deshalb nicht nur ein Thema für Krisensituationen. Sie gehört zu unserem Alltag, zu unseren Beziehungen und zu der Frage, wie wir leben und arbeiten möchten.

Woche der Seelischen Gesundheit 2026: Warum uns das Thema alle betrifft

Vom 10. bis 20. Oktober 2026 macht die bundesweite Woche der Seelischen Gesundheit unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt“ auf psychische Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe aufmerksam. Auch in Hamburg gibt es Veranstaltungen und Angebote rund um das Thema.

Die Zahlen des Robert Koch-Instituts sollten uns nachdenklich machen: In der Erhebung „Gesundheit in Deutschland“ aus dem Jahr 2024 wiesen rund 22 Prozent der befragten Erwachsenen eine depressive Symptomatik auf, etwa 14 Prozent eine Angstsymptomatik. Das sind Screening-Ergebnisse, keine ärztlichen Diagnosen. Wegen methodischer Veränderungen sind sie zudem nicht ohne Weiteres mit früheren Erhebungen vergleichbar.

Und ich frage mich: Wenn psychische Belastungen so viele Menschen betreffen, warum fällt es uns dann teilweise immer noch schwer, offen darüber zu sprechen?

Wir müssen nicht immer funktionieren

In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit persönlicher Entwicklung, Führung, Zusammenarbeit und der Frage, wie Menschen ihr Potenzial entfalten können. Dabei wird für mich immer deutlicher: Entwicklung ist nicht allein eine Frage von Kompetenzen, Motivation oder Leistungsbereitschaft. Sie hängt auch davon ab, ob Menschen Vertrauen erfahren und offen über Herausforderungen sprechen können.

Wir erwarten von Menschen, dass sie Verantwortung übernehmen, Veränderungen gestalten und mit Unsicherheiten umgehen. Gleichzeitig schaffen wir nicht immer Räume, in denen sie Zweifel äußern oder Unterstützung suchen können. Vielleicht sollten wir deshalb weniger darüber sprechen, wie Menschen noch leistungsfähiger werden, und häufiger darüber, was sie brauchen, um langfristig gesund und zufrieden zu leben.

Warum Gespräche und persönliche Beziehungen wichtig sind

Ich glaube, wir unterschätzen häufig, wie viel ein ehrliches Gespräch bewirken kann. Jemanden zu haben, der zuhört, ohne sofort zu bewerten. Der Fragen stellt, andere Perspektiven eröffnet oder einfach da ist. Manchmal hilft es bereits, Gedanken auszusprechen und die eigene Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Die Forschung liefert Hinweise auf den Wert solcher Beziehungen. Eine multidisziplinäre Meta-Analyse von Eby und Kolleginnen und Kollegen (2008) fand über verschiedene Mentoring-Kontexte hinweg positive, durchschnittlich eher kleine Zusammenhänge mit Entwicklungs- und Karriereergebnissen. Eine Meta-Analyse von Allen und Kollegen (2004) zeigte unter anderem positive Zusammenhänge mit beruflicher Zufriedenheit. Solche Befunde belegen keine Behandlung psychischer Erkrankungen durch Mentoring und garantieren auch keinen individuellen Erfolg.

Für mich liegt darin eine wichtige Erkenntnis: Wir müssen Menschen nicht immer fertige Antworten geben. Manchmal ist es wertvoller, sie dabei zu begleiten, ihre eigenen Antworten zu finden.

Mentoring, Coaching und Psychotherapie: Wo liegen die Unterschiede?

Psychotherapie dient der fachlich qualifizierten Diagnostik und Behandlung psychischer Erkrankungen. Mentoring und nichtheilkundliches Coaching verfolgen andere Ziele. Sie können Menschen beispielsweise dabei begleiten, persönliche und berufliche Entscheidungen zu reflektieren, Stärken zu erkennen, Ziele zu entwickeln oder neue Perspektiven auf alltägliche Herausforderungen zu gewinnen.

Mentoring ist häufig durch eine vertrauensvolle Beziehung, Erfahrungsaustausch und Reflexion geprägt. Coaching arbeitet je nach Ansatz mit strukturierten Fragen, Zielen und Veränderungsprozessen. Beide Formen ersetzen keine Psychotherapie. Bei anhaltenden, starken oder zunehmenden psychischen Beschwerden ist eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung wichtig.

Mentoring in Hamburg: Orientierung und persönliche Entwicklung

Hamburg ist eine Stadt voller Möglichkeiten. Doch viele Möglichkeiten bedeuten nicht automatisch, dass wir wissen, welchen Weg wir einschlagen möchten. Gerade Studierende, Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, Young Professionals und angehende Führungskräfte stehen vor wichtigen Fragen: Welcher berufliche Weg passt zu mir? Welche Werte sind mir wichtig? Wie möchte ich wirken? Und woran merke ich, dass ich mich in die richtige Richtung entwickle?

Als Mentor und Referent für Personal- und Organisationsentwicklung beschäftige ich mich regelmäßig mit solchen Fragen. Dabei erlebe ich, wie wertvoll es sein kann, gemeinsam zu reflektieren, Optionen zu sortieren und konkrete nächste Schritte zu entwickeln. Nicht als Therapie und nicht als fertige Anleitung für das eigene Leben, sondern als Raum für Orientierung und persönliche Entwicklung.

Mein Mentoring richtet sich insbesondere an Studierende, Young Professionals, Nachwuchstalente sowie Menschen, die ihre berufliche Orientierung, Selbstpositionierung, Kommunikation oder Leadership-Kompetenzen weiterentwickeln möchten. Gespräche sind online und nach Absprache persönlich möglich.

Gesellschaftliche Verantwortung beginnt im Kleinen

Das Motto „Miteinander statt nebeneinander“ erinnert uns daran, dass psychische Gesundheit nicht ausschließlich eine individuelle Angelegenheit ist. Auch unser Umfeld spielt eine Rolle: Beziehungen, Arbeitsbedingungen, Gemeinschaften und die Art, wie wir miteinander umgehen.

Deshalb möchten wir uns auch in unserem Rotaract Club Hamburg International mit der Frage beschäftigen, wie wir als Gemeinschaft Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit schaffen und Menschen unterstützen können. Noch stehen wir am Anfang unserer Überlegungen. Denkbar sind Informationsveranstaltungen, Begegnungsformate oder Kooperationen mit bestehenden Initiativen. Mir ist wichtig, nicht nur über gesellschaftliche Herausforderungen zu sprechen, sondern gemeinsam zu überlegen, wie wir etwas bewegen können.

Wie geht es dir eigentlich wirklich?

Die Woche der Seelischen Gesundheit ist eine Gelegenheit, auf ein Thema aufmerksam zu machen, das eigentlich jeden Tag wichtig sein sollte. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der Menschen nicht erst dann Unterstützung erfahren, wenn sie nicht mehr können. In der wir offener über Unsicherheiten sprechen und persönliche Stärke nicht damit verwechseln, immer alles allein schaffen zu müssen.

Vielleicht beginnt Veränderung mit einer einfachen Frage: Wie geht es dir eigentlich wirklich? Und mit der Bereitschaft, sich für die Antwort auch wirklich Zeit zu nehmen.

Manchmal hilft es, neue Perspektiven einzunehmen

Du stehst gerade vor einer wichtigen beruflichen Entscheidung, möchtest deine Stärken besser einordnen oder dich persönlich weiterentwickeln? Als Mentor begleite ich Menschen in Hamburg und darüber hinaus dabei, Orientierung zu gewinnen und ihre nächsten Schritte bewusst zu gestalten.

Mehr über mein Mentoring erfahren und Kontakt aufnehmen. →

Hinweis: Mein Mentoring dient der persönlichen und beruflichen Entwicklung. Es stellt keine psychotherapeutische oder heilkundliche Behandlung dar und ersetzt diese auch nicht.

Häufige Fragen zu Mentoring, Coaching und psychischer Gesundheit

Kann Mentoring die psychische Gesundheit stärken?

Eine vertrauensvolle Mentoring-Beziehung kann Orientierung, Reflexion und persönliche Entwicklung unterstützen. Studien finden positive Zusammenhänge mit verschiedenen Entwicklungs- und Zufriedenheitsmerkmalen. Daraus lässt sich jedoch keine therapeutische Wirksamkeit bei psychischen Erkrankungen ableiten.

Was ist der Unterschied zwischen Mentoring, Coaching und Psychotherapie?

Mentoring begleitet persönliche und berufliche Entwicklung durch Erfahrungsaustausch, Reflexion und Sparring. Nichtheilkundliches Coaching unterstützt bei Zielen und Veränderungsprozessen. Psychotherapie dient der Behandlung psychischer Erkrankungen durch entsprechend qualifizierte Fachpersonen.

Für wen eignet sich Mentoring in Hamburg?

Mentoring kann für Studierende, Young Professionals, Nachwuchstalente und angehende Führungskräfte sinnvoll sein, die sich mit beruflicher Orientierung, Selbstpositionierung, Kommunikation, Leadership oder persönlichen Entwicklungszielen beschäftigen.

Kann Mentoring auch online stattfinden?

Ja. Das Mentoring von Marlow D. Guttmann ist online per Videocall und nach individueller Absprache auch persönlich möglich.

Wann sollte ich professionelle psychotherapeutische Hilfe suchen?

Bei anhaltenden, starken oder zunehmenden psychischen Beschwerden ist eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung sinnvoll. Mentoring und nichtheilkundliches Coaching ersetzen diese Unterstützung nicht.

Wie kann ich Mentoring bei Marlow D. Guttmann anfragen?

Informationen zu Themen, Formaten und Kontaktmöglichkeiten findest du auf marlowguttmann.de/leistungen/mentoring/. Dort kannst du dein Anliegen schildern und eine passende Zusammenarbeit anfragen.

Über den Autor

Marlow D. Guttmann ist Mentor, Referent für Personal- und Organisationsentwicklung, Fachautor und Speaker aus Hamburg. Seine Schwerpunkte sind Führung, persönliche Entwicklung, generationenübergreifende Zusammenarbeit und Organisationskultur. Mehr über das Mentoring.

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Robert Koch-Institut: Depressive und Angstsymptomatik, 2024
  2. Aktionswoche Seelische Gesundheit
  3. Eby et al. (2008): Does mentoring matter?
  4. Allen et al. (2004): Career Benefits Associated With Mentoring
© Marlow D. Guttmann · Fachbeitrag · Stand: 11. Oktober 2026